Bücher & Meister
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Gedanken, Zitate und Inspirationen von Zen-Meistern, Philosophen und spirituellen Lehrern. Die folgenden Texte bieten Einblicke in unterschiedliche Wege der Weisheit und spirituellen Praxis.
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Taisen Deshimaru-Roshi, "Die Praxis des ZEN"
In seinem Buch „Zazen-Die Praxis des Zen“ beschreibt einst Taisen Deshimaru-Roshi die Zenlehre und Parxis folgendermaßen: „Es ist keineswegs notwendig, nach Japan zu gehen, um die authentische Zenlehre zu finden. Das wahre Zen ist hier und jetzt, in unserem Körper und in unserem Geist. Bei richtiger Haltung und Atmung findet der Geist zu seinem normalen Zustand zurück. (p.40)“ Weiterhin vertieft er: „Hier und jetzt ist der Schlüsselbegriff überhaupt: das Wichtigste ist die Gegenwart. Die meisten unter uns haben die Neigung, ängstlich an die Vergangenheit oder Zukunft zu denken, anstatt ihre volle Aufmerksamkeit ihren augenblicklichen Handlungen, Worten und Gedanken zu widmen. Man muß in jeder Bewegung vollständig gegenwärtig sein: sich hier und jetzt konzentrieren - das ist es, was Zen uns zu lehren hat. Ebenso zentral ist der Ausdruck „einfach nur SITZEN" (shikantaza), „uninteressiert, ohne Ziel und Gewinnstreben" (gleichermaßen).
In seinem Buch zitiert er auch Meister Dogen, der im 13. Jahrhundert Zen in Japan einführte, welcher gleichermaßen diese Gedanken diese Gedanken folgendermaßen beschreibt: Zen zu ergründen bedeutet, uns selbst zu ergründen, uns selbst zu ergründen bedeutet, uns selbst zu vergessen, uns selbst zu vergessen bedeutet, die Buddhanatur, unsere ursprüngliche Natur, zu finden. Zurück zum Ursprung. Uns selbst verstehen, uns wirklich kennenlernen, unsere wahres Ich finden. Da liegt die zeitlose Essenz aller Religionen und Philosophien, die Quelle der Weisheit, das reine Wasser des Baches, der aus der regelmäßigen Übung des Zazen entspringt." (pp.: 21-23)
Deshimaru warnt jedoch auch davor, die Unterschiede in den Lehrmethoden der verschiedenen Zen-Meister überzubewerten. „Gesprochenes oder Geschriebenes kann letztlich die höchste Weisheit nicht ausdrücken. Kein Vortrag und keine Lektüre können die Essenz des Zen verständlich machen. Zen ist ganz und gar direkte Erfahrung. Es beschränkt sich nicht auf eine dualistische Sicht der Dinge. Wenn wir zum Beispiel einen Berg anschauen, können wir ihn natürlich unter einem objektiven Blick- winkel sehen, ihn wissenschaftlich analysieren, ihn in Kategorien der Rede zwingen. Aber im Zen wird man zum Berg. Oder man identifiziert sich mit der Blume, die man pflückt und in einen Behälter mit Wasser steckt, um sie am Leben zu erhalten. Selbst ein Berg werden, eine Blume, Wasser, eine Wolke...“ (p.45) Außerdem hebt er hervor, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht übersehen dürfen: "jeder Meister hat seine eigene Art zu lehren, und die Unterschiede in der Erziehungsmethode ändern nichts an der Essenz des Zen.“ (p.82)
Zusammengefasst vermittelt Taisen Deshimaru-Roshi in diesem Buch „Zazen – Die Praxis des Zen“ eine tiefgreifende und facettenreiche Sicht auf die Zenpraxis. Er verdeutlicht, dass Zen nicht nur eine theoretische Lehre, sondern eine lebendige, individuelle erfahrbare Praxis ist, die uns dazu anregt, im "Hier und Jetzt" zu leben und unsere wahre Natur zu erkennen. Durch Zazen erleben wir eine Rückkehr zu uns selbst, und diese Praxis eröffnet einen Weg, der über alle dualistischen Denkschablonen hinausgeht. Zen ist nicht nur eine Methode, sondern auch eine Lebenshaltung, die es uns ermöglicht, die Welt und unser Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Es ist ein Aufruf zur Achtsamkeit und zur Präsenz in jedem Moment, der uns hilft, unser innerstes Wesen zu verstehen und zu erfahren. Diese innere Arbeit ermöglicht es uns, die Komplexität des Lebens zu durchdringen und zu einer tieferen Einsicht in unser Dasein zu gelangen.
Gedanken und Ideen aus dem Buch: Taisen Deshimaru-Roshi, ZA-ZEN, Die Praxis des Zen, Kristkeitz Verlag, 1978, Titel der Originalausgabe: »Za-Zen: La Pratique du Zen.“ (1974)
© Markus Wilsing
In seinem Buch zitiert er auch Meister Dogen, der im 13. Jahrhundert Zen in Japan einführte, welcher gleichermaßen diese Gedanken diese Gedanken folgendermaßen beschreibt: Zen zu ergründen bedeutet, uns selbst zu ergründen, uns selbst zu ergründen bedeutet, uns selbst zu vergessen, uns selbst zu vergessen bedeutet, die Buddhanatur, unsere ursprüngliche Natur, zu finden. Zurück zum Ursprung. Uns selbst verstehen, uns wirklich kennenlernen, unsere wahres Ich finden. Da liegt die zeitlose Essenz aller Religionen und Philosophien, die Quelle der Weisheit, das reine Wasser des Baches, der aus der regelmäßigen Übung des Zazen entspringt." (pp.: 21-23)
Deshimaru warnt jedoch auch davor, die Unterschiede in den Lehrmethoden der verschiedenen Zen-Meister überzubewerten. „Gesprochenes oder Geschriebenes kann letztlich die höchste Weisheit nicht ausdrücken. Kein Vortrag und keine Lektüre können die Essenz des Zen verständlich machen. Zen ist ganz und gar direkte Erfahrung. Es beschränkt sich nicht auf eine dualistische Sicht der Dinge. Wenn wir zum Beispiel einen Berg anschauen, können wir ihn natürlich unter einem objektiven Blick- winkel sehen, ihn wissenschaftlich analysieren, ihn in Kategorien der Rede zwingen. Aber im Zen wird man zum Berg. Oder man identifiziert sich mit der Blume, die man pflückt und in einen Behälter mit Wasser steckt, um sie am Leben zu erhalten. Selbst ein Berg werden, eine Blume, Wasser, eine Wolke...“ (p.45) Außerdem hebt er hervor, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht übersehen dürfen: "jeder Meister hat seine eigene Art zu lehren, und die Unterschiede in der Erziehungsmethode ändern nichts an der Essenz des Zen.“ (p.82)
Zusammengefasst vermittelt Taisen Deshimaru-Roshi in diesem Buch „Zazen – Die Praxis des Zen“ eine tiefgreifende und facettenreiche Sicht auf die Zenpraxis. Er verdeutlicht, dass Zen nicht nur eine theoretische Lehre, sondern eine lebendige, individuelle erfahrbare Praxis ist, die uns dazu anregt, im "Hier und Jetzt" zu leben und unsere wahre Natur zu erkennen. Durch Zazen erleben wir eine Rückkehr zu uns selbst, und diese Praxis eröffnet einen Weg, der über alle dualistischen Denkschablonen hinausgeht. Zen ist nicht nur eine Methode, sondern auch eine Lebenshaltung, die es uns ermöglicht, die Welt und unser Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Es ist ein Aufruf zur Achtsamkeit und zur Präsenz in jedem Moment, der uns hilft, unser innerstes Wesen zu verstehen und zu erfahren. Diese innere Arbeit ermöglicht es uns, die Komplexität des Lebens zu durchdringen und zu einer tieferen Einsicht in unser Dasein zu gelangen.
Gedanken und Ideen aus dem Buch: Taisen Deshimaru-Roshi, ZA-ZEN, Die Praxis des Zen, Kristkeitz Verlag, 1978, Titel der Originalausgabe: »Za-Zen: La Pratique du Zen.“ (1974)
© Markus Wilsing
"I am afraid of being a nobody" - Osho
Everybody is afraid of being nobody. Only very rare and extraordinary people are not afraid of being nobody. (..) A Nobody is not an ordinary phenomenon; it is one of the greatest experiences in life -- that you are and still you are not, that you are just pure existence with no name, with no address, with no boundaries... neither a sinner nor a saint, neither inferior nor superior, just a silence.
People are afraid because their whole personality will be gone; their name, their fame, their respectability, all will be gone; hence, the fear. But death is going to take them away from you anyway. Those who are wise allow these things to drop by themselves. Then nothing is left for death to take away. Then all fear disappears, because death cannot come to you; you don't have anything for death. Death cannot kill a nobody.
(...) You are here because the old association with the body. But look within, and you are not. And this insight, where there is pure silence and pure isness, is your reality which death cannot destroy. This is your eternity, this is your immortality.
Enjoy as much as you can moments of nobodiness. And it is such a simple, uncomplicated experience -- because you are nobody; you have just to sink within yourself a little deeper. Your personality is only on the surface. Inside is only a vast sky -- infinite.
(...) When you are nobody you are the whole existence. There is nothing to fear. There is nothing to lose. And if you think anything is lost -- your name, your respectability, your fame -- they are worthless. They are playthings for children, not for mature people. It is time for you to be mature, it is time for you to be ripe, time for you, just to be.
Two drunks are walking down the streets of London with nothing to do, as all the pubs have closed long ago. They come by a street light and both stop to stare at it. After a few moments, one of them mumbles, "Is not the moon beautiful tonight?" The other one turns to him in surprise, and says, "The moon? That is the sun you are looking at."
They argue for a while, and just as they have decided to get an opinion, another drunk come stumbling around the corner. One of the first drunks asks him, "Excuse me, is that the sun or the moon?" The drunk shrugs his shoulders, and says, "Sorry, I don't know. I don't live around here."
All your name, and all your fame, and all your degrees and qualifications, and your richness, and your respectability and prestige, are nothing but different kinds of alcoholic beverages.
Only one who is nobody is not drunk. Only one who is nobody is fully awake, fully alert. And in his alertness he gains the whole world; in his nobodiness the whole universe can disappear. It is so vast. Your somebodiness is so small. The more you are somebody, the more small you are. The more you are nobody, the bigger.... Be absolutely nobody, and you are one with the existence itself.
OSHO. "The Razor's Edge".
© Markus Wilsing
People are afraid because their whole personality will be gone; their name, their fame, their respectability, all will be gone; hence, the fear. But death is going to take them away from you anyway. Those who are wise allow these things to drop by themselves. Then nothing is left for death to take away. Then all fear disappears, because death cannot come to you; you don't have anything for death. Death cannot kill a nobody.
(...) You are here because the old association with the body. But look within, and you are not. And this insight, where there is pure silence and pure isness, is your reality which death cannot destroy. This is your eternity, this is your immortality.
Enjoy as much as you can moments of nobodiness. And it is such a simple, uncomplicated experience -- because you are nobody; you have just to sink within yourself a little deeper. Your personality is only on the surface. Inside is only a vast sky -- infinite.
(...) When you are nobody you are the whole existence. There is nothing to fear. There is nothing to lose. And if you think anything is lost -- your name, your respectability, your fame -- they are worthless. They are playthings for children, not for mature people. It is time for you to be mature, it is time for you to be ripe, time for you, just to be.
Two drunks are walking down the streets of London with nothing to do, as all the pubs have closed long ago. They come by a street light and both stop to stare at it. After a few moments, one of them mumbles, "Is not the moon beautiful tonight?" The other one turns to him in surprise, and says, "The moon? That is the sun you are looking at."
They argue for a while, and just as they have decided to get an opinion, another drunk come stumbling around the corner. One of the first drunks asks him, "Excuse me, is that the sun or the moon?" The drunk shrugs his shoulders, and says, "Sorry, I don't know. I don't live around here."
All your name, and all your fame, and all your degrees and qualifications, and your richness, and your respectability and prestige, are nothing but different kinds of alcoholic beverages.
Only one who is nobody is not drunk. Only one who is nobody is fully awake, fully alert. And in his alertness he gains the whole world; in his nobodiness the whole universe can disappear. It is so vast. Your somebodiness is so small. The more you are somebody, the more small you are. The more you are nobody, the bigger.... Be absolutely nobody, and you are one with the existence itself.
OSHO. "The Razor's Edge".
© Markus Wilsing
The Inside Journey
"An inside journey is a journey towards absolute aloneness; you cannot take anybody there with you. You cannot share your centre with anybody, not even with your beloved. It is not in the nature of things; nothing can be done about it. It is easier to go to the moon because you can have company. Even if you don’t have company you can have a connection with the earth; you can phone the people here. You can get directions from the outside, from the far away earth, but still you are connected. The moment you go in, all connections with the outside world are broken; all bridges are broken. In fact, the whole world disappears.
That’s why the mystics have called the world illusory, maya, not that it does not exist but for the meditator, one who goes in, it is almost as if it does not exist. The silence is so profound; no noise penetrates it. The aloneness is so deep that one needs guts. But out of that aloneness explodes bliss. Out of that aloneness, the experience of god. There is no other way; there has never been any and there is never going to be."
Osho, Book: Just the Tip of the Iceberg, Ch 18
© Markus Wilsing
That’s why the mystics have called the world illusory, maya, not that it does not exist but for the meditator, one who goes in, it is almost as if it does not exist. The silence is so profound; no noise penetrates it. The aloneness is so deep that one needs guts. But out of that aloneness explodes bliss. Out of that aloneness, the experience of god. There is no other way; there has never been any and there is never going to be."
Osho, Book: Just the Tip of the Iceberg, Ch 18
© Markus Wilsing
Alleinsein, Meditation & Stille
"Alleinsein und Stille sind zwei Aspekte einer einzigen Erfahrung, zwei Seiten derselben Münze. Wenn man Stille erfahren möchte, muss man total in sein Alleinsein gehen. Dort ist sie zu finden.
Wir werden allein geboren, wir sterben allein. Zwischen diesen beiden Gegebenheiten erschaffen wir uns tausendundeine Illusion darüber, dass wir verbunden sind – in allen möglichen Beziehungen, mit Freunden und Feinden, Liebes- und Hassbeziehungen, Nationen, Rassen, Religionen. Wir erschaffen alle möglichen Halluzinationen, nur um einer Tatsache zu entgehen: dass wir allein sind. Doch was auch immer wir tun, wir können die Wahrheit nicht verändern. Es ist einfach so, und anstatt zu versuchen dem zu entfliehen, ist der beste Weg diese Wahrheit zu genießen.
Dein eigenes Alleinsein zu genießen, das ist was Meditation ausmacht. Der Meditierer ist jemand, der tief in sein Alleinsein eintaucht und der weiß, dass wir allein geboren werden, dass wir allein sterben werden und in der Tiefe allein sind. Warum also nicht erfahren, was dieses Alleinsein ist? Es ist unsere wahre Natur, unser reines Sein."
Osho, Buch: The Sound of One Hand Clapping, Ch. 14
© Markus Wilsing
Wir werden allein geboren, wir sterben allein. Zwischen diesen beiden Gegebenheiten erschaffen wir uns tausendundeine Illusion darüber, dass wir verbunden sind – in allen möglichen Beziehungen, mit Freunden und Feinden, Liebes- und Hassbeziehungen, Nationen, Rassen, Religionen. Wir erschaffen alle möglichen Halluzinationen, nur um einer Tatsache zu entgehen: dass wir allein sind. Doch was auch immer wir tun, wir können die Wahrheit nicht verändern. Es ist einfach so, und anstatt zu versuchen dem zu entfliehen, ist der beste Weg diese Wahrheit zu genießen.
Dein eigenes Alleinsein zu genießen, das ist was Meditation ausmacht. Der Meditierer ist jemand, der tief in sein Alleinsein eintaucht und der weiß, dass wir allein geboren werden, dass wir allein sterben werden und in der Tiefe allein sind. Warum also nicht erfahren, was dieses Alleinsein ist? Es ist unsere wahre Natur, unser reines Sein."
Osho, Buch: The Sound of One Hand Clapping, Ch. 14
© Markus Wilsing