Zenklausen in der Eifel
  • Startseite
  • Anlage
  • Angebote
    • Jahreskalender
    • Individuelle Einkehrtage >
      • Individuelle Einkehr
      • Langzeit - Retreat
      • Samu - Retreat
      • Tagesablauf
    • Seminare >
      • Einführung ZEN-Einkehr
      • Sorge Dich nicht
      • Fastnacht in Stille
      • Ankommen in der Stille
      • Ostern in Stille
      • Digital Detox
      • Zeit für Dich
      • ZEN & Zukunfts-Ich
      • Schweige-Retreat
      • Einfach Hier & Jetzt
      • Mut zur Entscheidung
      • Jahreswechsel
    • Coaching Programme >
      • Personal Coaching
      • 1:1 Online Gespräch
    • Gutschein schenken
    • Einkehr für Gruppen
    • Einkehr für Führungskräfte
    • Stille Pass
    • Aufenthalt & Unterkunft
    • Meditationsartikel
    • ZEN - Preise
  • Buchen / Anfragen
    • Einkehr Buchen
    • Seminar Buchen
    • Coaching Buchen
    • 1:1 Online Buchen
  • Zen Gedanken
    • Zen - Impulse >
      • Zen & Leben
      • Zen & Praxis
      • Zen & Gesellschaft
      • Bücher & Meister
    • Zitate & Gedichte
    • Zenverlag
    • Zeitschriften
    • NL- Bücher
    • Bestellformular
    • Empfehlungen
  • Kontakt
  • Infos
    • Über uns
    • Leitfäden
    • FAQ
    • Fördern
    • Anreise
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Allgemeine Bedingungen
    • Versandkosten
    • Links, Vorschläge, Empfehlungen
    • Englisch

Zen & Gesellschaft


Gedanken über Gesellschaft, Wissenschaft, Spiritualität und die Herausforderungen unserer Zeit. Die folgenden Texte beleuchten das Zusammenspiel von Mensch, Kultur und Bewusstsein aus der Sicht des Zen.
​
  • Wahre Stille braucht keine Bühne
  • Die Kraft des Ungesehenen
  • ZEN & Wissenschaft
  • ZEN & Ikigai
  • Das Göttliche ist kein Flickenteppich 
Zen & Gemeinschaft
Zen & Gemeinschaft @ Zenklausen

​"Wahre Stille braucht keine Bühne"

"Viele kluge Köpfe gibt es, die sich mit Zen beschäftigen, um darüber zu reden. Doch ein solches Zen steigert nur die Selbstsucht." - Meister Yuanwu
​
Heutzutage ist die Meditation zu einem Massentourismus geworden. Ein Trend, in denen Gurus, Meister und Yogalehrer den Markt überfluten und dabei wahres Heil, Segen, Abbau von Stress und Gesundheit versprechen. Viele Seminare, Kurse und Retreats kommen sogar ohne spirituelle und individuelle Personen bezogenen Ausrichtung oder auch pädagogischen Erfahrung und Lehre daher. Teilnehmer sitzen in Massen dicht an dicht in den Hallen und versuchen die Erleuchtung, ein langes, gesundes und erfolgreiches Leben sowie sich selbst zu finden. Die Meditationsapps und/oder online Kurse führen dann den Suchenden zu dem endgültigen, individuellen Exitus. Viele von diesen LehrerINNEN oder MeisterINNEN predigen und beraten sogar über Themen, wie man erfolgreich in Krisenzeiten lebt, Kinder erzieht, mit einem Partner glücklich verheiratet ist, gewinnbringend an der Börse investiert, innovative Firmen gründet und erfolgreich führt, wobei sie selber all dies niemals erlebt oder sich damit praktisch konfrontiert haben. Es ist schon fast so, als würde man zu einer Fahrschule gehen und der Fahrlehrer nur die Bücher darüber gelesen hat, aber niemals selber am Steuer in den Verkehr um den "Arc de Triomphe" in Paris, in die Verkehrsstraßen in Istanbul oder Neapel eingetaucht ist. Ein Ort wo Theorie und Praxis unterschiedliche Sprachen sprechen und ganz andere Regeln herrschen.

Bei all der Flut von Angeboten, Gedanken, Theorien und Zitaten dieser "MeisterINNEN" verliert sich oft das wahre Wissen und Nutzen dann im freien Raum. Am Ende der Show ist der Suchende meistens mit all seinen Fragen, individueller Suche, Wünschen und Ängsten nur noch mit einem Mantel der Hoffnung, Demütigung und Unwissenheit bedeckt. Besonders wenn er am Anfang seines Lebensweges steht. Am Horizont thront weiterhin im Fastnachtskleid (Fastnachtsmaske), mit Zertifikaten dekoriert und neuem Namenstitel ernannte "Guru" oder "Meister" und beleuchtet und verherrlicht seinen eignen Geist und persönlichen Erfahrung. Der Suchende selbst schaut oft zu und hofft in der dargebrachten Informationsflut nicht zu ertrinken. Es ist fast wie in der industriellen Schulzeit: Der LehrerIN steht VOR der Klasse. Alles ist genormt, gesegnet, verherrlicht, verallgemeinert und wunderschön dekoriert. Und auch hier war und ist der Mensch mit seiner persönlichen Suche, Individualität, Bedürfnissen und Fragen am Ende ganz sich selbst überlassen.

"Jemand, der sich selbst für einen Zenmeister hält und auch von anderen so behandelt werden möchte, ist nur ein Kindskopf. Ein wirklicher Zenmeister macht sich überhaupt keine Gedanken darüber, ob er nun ein Zenmeister ist oder nicht." - Sawaki Kôdô Rôshi

​Aus diesem Grund, haben sich die Zenklausen für einen Weg heraus aus dieser Sichtweise entschieden. Für uns steht der einzelne Mensch und seine ganz individuellen Bedürfnisse, Wege und Einzigartigkeit immer im Vordergrund. Wir begleiten und benennen nicht. Für uns ist jeder Mensch als Einzelner wichtig und trägt bereits alles Wissen in sich. Der Mensch muss nur lernen es selber zu entdecken. Dies ist auch ein Grund, warum wir nur wenige Gäste pro Tag aufnehmen. Denn wenn der Mensch seine Einzigartigkeit kennt und lebt, bewegt und erblüht sich auch die Gemeinschaft. Aus diesem Grund führen wir alle Gäste mit unserer jahrelangen privater und beruflicher Erfahrung ganz individuell, Eins-zu-Eins und persönlich, nicht nur auf den Weg zur Ihrer inneren Ruhe und Muße, sondern auch zu Ihrem persönlichen Sein und Seele.

"Wer seinen eigenen Weg geht, dem wachsen Flügel." - Zen-Weisheit

© Markus Wilsing​

Die Kraft des Ungesehenen

Viele Menschen fragen uns immer wieder, warum wir auf unseren sozialen Medien und unserer Website keine Bilder von Menschen zeigen – sei es von unseren Gästen oder uns selbst, die sie während ihrer Einkehr und Auszeit begleiten. Der Grund dafür ist tief in der Philosophie und dem Konzept der Zenklausen verwurzelt, und er ist seit unserer Gründung ein unveränderlicher Bestandteil.

​Die Zenklausen wurden als Rückzugsort erschaffen – ein Ort, an dem alle Menschen dem hektischen Alltag entfliehen können. Hier bieten wir einen sicheren Raum, in dem innere Ruhe gefunden, Achtsamkeit geübt und wichtige Lebensfragen in Ruhe reflektiert werden können. Es ist ein Ort, an dem in Stille und Gelassenheit neue Wege gefunden oder alte Wege neugestaltet werden können.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist, dass wir täglich nur eine begrenzte Anzahl an Gästen (maximal 8) aufnehmen. So können wir uns auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen konzentrieren und gewährleisten, dass die Ruhe, Stille und vor allem die Privatsphäre unserer Gäste während ihres Aufenthalts gewahrt bleibt.

Auch wir als Team verstehen uns als Teil dieser Privatsphäre. Wir möchten keinen „Personenkult“ kreieren. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Menschen zu begleiten, zu unterstützen und nehmen mit Dankbarkeit entgegen, wenn wir sehen, dass wir Menschen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit und innerer Ruhe begleiten konnten. Es sind nicht wir, die im Mittelpunkt stehen, sondern die Menschen, die mit ihren Bedürfnissen, Ängsten, Sorgen und Fragen zu uns kommen. Gemeinsam mit unseren Gästen suchen wir mit unsere langjährige Erfahrung nach Wege und Lösungen, die jedem Einzelnen helfen, individuell Freude und Gelassenheit im Leben wiederzuerlangen.

In den Zenklausen geht es nicht nur um den Moment des Rückzugs, sondern auch um das Erkennen der eigenen Bedürfnisse und das Finden von nachhaltigen Lösungen für die Herausforderungen des Lebens. Es ist unser Anliegen, den Raum für diesen Transformationsprozess zu schaffen – ohne Druck, ohne Eile, sondern in einem Umfeld, das den Einklang von Körper, Geist und Natur unterstützt.

Denn die Zenklausen sind nicht wir als Team – es sind wir alle, zusammen mit der Natur, die uns umgibt und uns leitet. Ein gemeinsames Miteinander, das auf Respekt, Achtsamkeit und einem tiefen Verständnis für die Bedeutung von Stille und Rückzug basiert.

​Mit viel Liebe:
Ihr Zenklausen-Team

© Markus Wilsing​

ZEN & Wissenschaft

Zen und Wissenschaft mögen auf den ersten Blick wie zwei völlig unterschiedliche Domänen erscheinen: Zen, das aus der buddhistischen Tradition stammt, betont die Bedeutung der Meditation, Intuition und die Erkenntnis des eigenen wahren Selbst. Wissenschaft hingegen beruht auf empirischer Evidenz, Rationalität und dem Streben nach objektivem Wissen über die Welt. Dennoch gibt es Berührungspunkte und interessante Parallelen zwischen beiden, die eine fruchtbare Diskussion ermöglichen können.

Die Suche nach Verständnis
Sowohl Zen als auch Wissenschaft sind auf ihre eigene Weise Suchen nach Verständnis. Wissenschaft sucht dieses Verständnis durch die systematische Untersuchung der natürlichen Welt, während Zen nach einem tiefen Verständnis des Geistes und der menschlichen Erfahrung durch direkte Erfahrung und Introspektion strebt.

Der Prozess der Entdeckung
In beiden Domänen ist der Prozess der Entdeckung von zentraler Bedeutung. Wissenschaftler entwickeln Hypothesen und testen diese durch Experimente, um die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln. Im Zen wird der Prozess der Selbsterkenntnis durch Meditation und andere Praktiken gefördert, die darauf abzielen, den Geist zu klären und Einsichten in die Natur der Realität zu erlangen.

Umgang mit Unsicherheit
Sowohl in der Wissenschaft als auch im Zen spielt der Umgang mit Unsicherheit eine wichtige Rolle. Wissenschaftler müssen lernen, mit den inhärenten Unsicherheiten ihres Wissens umzugehen und diese als Teil des Prozesses der Wissensgewinnung zu akzeptieren. Zen-Praktizierende erkunden die Unsicherheit des Lebens und des menschlichen Daseins und finden in dieser Unsicherheit einen Weg zur Erleuchtung.

Komplementäre Perspektiven
Trotz ihrer Unterschiede können Zen und Wissenschaft komplementäre Perspektiven auf die Welt bieten. Die Wissenschaft bietet detaillierte Einblicke in die Funktionsweise des Universums, von den kleinsten Teilchen bis zu den größten Galaxien. Zen bietet einen Weg, um innere Frieden und Verständnis zu finden, was wiederum die Art und Weise beeinflussen kann, wie wir unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse interpretieren und anwenden.

Dialog zwischen Zen und Wissenschaft
Es gibt wachsendes Interesse an einem Dialog zwischen Zen und Wissenschaft, insbesondere in Bereichen wie der Quantenphysik, wo die Beobachtung, dass der Beobachter das Beobachtete beeinflusst, Parallelen zu zen-buddhistischen Konzepten der Nicht-Trennung und Interdependenz aufweist. Durch einen solchen Dialog können vielleicht neue Einsichten in die Natur des Bewusstseins und der Realität gewonnen werden, die sowohl wissenschaftlich als auch spirituell bereichernd sind.

​Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Zen und Wissenschaft zwar aus unterschiedlichen Traditionen stammen, aber beide tiefe Einsichten in die menschliche Erfahrung und die Welt um uns herum bieten können. Ein offener Dialog zwischen beiden kann zu einem tieferen Verständnis führen, das sowohl die Grenzen der Wissenschaft erweitert als auch den spirituellen Horizont bereichert.

© Markus Wilsing​

ZEN & Ikigai

Die zwei ​philosophische und spirituelle Konzepte, Zen und Ikigai, haben ihren Ursprung in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen. Dennoch können sie beide das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Menschen auf ähnliche Weise beeinflussen. Die Untersuchung dieser Konzepte in der Wissenschaft liefert faszinierende Erkenntnisse über ihre Folgen für das Leben und die psychische Gesundheit.

Zen wurde im 5. Jahrhundert in China als Chan (禪那, Chán'nà) gegründet und erreichte ca. ab dem 12. Jahrhundert Japan, wo diese Bewegung maßgeblich weiterentwickelt wurde. Das Hauptziel ist es, den gegenwärtigen Moment und das gegenwärtige Bewusstsein zu erleben. Aber wie andere buddhistische Strömungen warnt auch der Zen-Buddhismus davor, seine Lehre als das Erwachen zu betrachten. Darüber hinaus verlangt sie keinen allgemeinen Glauben. In der Regel unterrichtet es auch keine Gegenstandsbereiche, die über die Erfahrung hinausgehen. Es lehrt in der Regel auch keinen Bereich von Themen, die über die Möglichkeit der Erfahrung oder der vorfindlichen Realität hinausgeht. Im Mittelpunkt des Zen stehen Meditation (Zazen) und direkte Erfahrung sowie das Leben in der unmittelbaren Augenblick, die oft über intellektuelle Konzepte und sprachliche Beschreibungen hinausgeht. Zen fördert somit das Leben im Moment und das Loslassen von unnötigen Gedanken und Anhaftungen.
 
In diesem Zusammenhang wurde in Untersuchungen zur Zen-Meditation herausgefunden, dass eine regelmäßige Anwendung dieser Praxis erhebliche Vorteile für die psychische Gesundheit mit sich bringt. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Zen-Meditation eine Steigerung der Stressresistenz, eine Verbesserung der emotionalen Regulation und eine Steigerung der Lebenszufriedenheit im Allgemeinen bewirken kann. Eine Metaanalyse von 47 Untersuchungen zu Achtsamkeit und Meditation, darunter Zen, zeigte, dass diese Praktiken die Anzeichen von Angst, Depression und Stress deutlich reduzieren können (Goyal et al., 2014). Außerdem unterstützen sie die Veränderungen der Neuroplastik im Gehirn, die mit gesteigerten kognitiven Fähigkeiten und emotionalem Wohlbefinden in Verbindung stehen (Davidson & McEwen, 2012).
 
Im Vergleich dazu ist Ikigai (japanisch 生き甲斐) ein japanisches Konzept, welches als Weg zum „Lebenssinn“ oder „Sinn des Lebens“ verstanden wird. Es beschreibt, wenn man es vereinfachen möchte (auch wenn dies, wie im ZEN, sehr schwierig wird mit Worten), die Abgrenzung von vier Elementen: das, worin man gut ist, das, was man liebt, das, wofür man bezahlt werden kann, und das, was die Welt braucht. Die Vorstellung besteht darin, dass die Suche nach einem individuellen Ikigai zu einem zufriedeneren und glücklicheren Leben führen kann. Wissenschaftliche Studien über Ikigai haben ergeben, dass Personen, die ihr Ikigai entdeckt haben, häufig eine gesteigerte Lebenszufriedenheit und ein größeres Lebensqualitätsgefühl verspüren. Eine Untersuchung der Wohlbefindensfaktoren in Japan ergab, dass Ikigai eine positive Korrelation mit Lebenszufriedenheit und Lebensqualität aufweist (Sone et al., 2008).
 
Die Forschung hat auch gezeigt, dass Menschen mit einem starken Sinn und Zweck für das Leben tendenziell eine bessere körperliche und psychische Gesundheit haben. In einer großen Kohortenstudie konnte gezeigt werden, dass eine geringere Sterblichkeit mit einem höheren Sinn im Leben einhergeht (Koenig et al., 2015). Dies zeigt, dass Ikigai nicht nur eine Quelle der Motivation und Zufriedenheit ist, sondern sich auch direkt auf die körperliche Gesundheit auswirken kann.

Außerdem lassen sich Ikigai und Zen gut miteinander vereinen, da beide Konzepte tief in der japanischen Kultur verwurzelt sind und sich mit dem Streben nach einem erfüllten und ausgeglichenen Leben befassen.

Hier sind einige gemeinsame Aspekte oder Konvergenzpunkte von Zen & Ikigai:

  1. Achtsamkeit im täglichen Leben: Zen fördert die Praxis der Achtsamkeit und die volle Präsenz im aktuellen Moment. Dieser Ansatz hilft dabei, ein tieferes Verständnis der eigenen Prioritäten und des Lebenszwecks zu erlangen, was den Kern von Ikigai ausmacht. 
  2. Balance und Einfachheit: Zen unterstreicht, wie wichtig es ist, ein einfaches und ausgewogenes Leben zu führen. Indem man sich diese Ideale zu eigen macht, kann der Einzelne sein Verständnis der Lebensziele und -werte verbessern und so die Identifizierung seines persönlichen Ikigai erleichtern.
  3. Meditation als Werkzeug: Meditation, die im Zen eine zentrale Rolle spielt, kann helfen, mehr Klarheit darüber zu bekommen, was einem persönlich Freude bereitet und was einem Sinn gibt. Diese Klarheit ist essenziell, um sein eigenes Ikigai zu entdecken und zu leben.
  4. Akzeptanz und Loslassen: Die Zen-Tradition lehrt das Loslassen von Anhaftungen, Bindungen und Erwartungen. Dies kann helfen, einen Werte und Ziele in Bezug auf Ikigai flexibler und authentischer zu gestalten, ohne sich durch äußere Erwartungen oder gesellschaftliche Normen einschränken zu lassen.

​Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Zen als auch Ikigai bedeutende Beiträge zur Verbesserung des Wohlbefindens leisten können, wenn sie in das tägliche Leben integriert werden. Zen-Meditation hilft dabei, Stress abzubauen und das emotionale Gleichgewicht zu verbessern, während Ikigai einen klaren Lebenssinn bietet, der zu einer höheren Lebenszufriedenheit und besserer Gesundheit beitragen kann. Beide Konzepte fördern somit gemeinsam ein erfülltes und ausgeglichenes Leben, indem sie sowohl emotionale als auch spirituelle Dimensionen des menschlichen Seins ansprechen.

© Markus Wilsing​

Das "Göttliche" ist kein Flickenteppich

Wie in vielen religiösen Lehren ist auch in der Lehre des “Tao” alles so, wie es ist, und entspricht der “göttlichen" Ordnung. Das "Universum" folgt Regeln, die von keinem menschlichen Denken erfasst werden können. Die “Natur”, die “Welt”, das “Universum” bzw. alles “Göttliche” besteht nicht aus "Einzelteile” die irgendwie miteinander verbunden sind. Dies wird nur durch das menschliche Ordnungssystem so definiert. Aber das "Göttliche" ist kein Flickenteppich. Die “Natur” geht ihren Weg ohne Bücher und Wissen und überrascht uns jeden Tag aufs Neue. Nur der Mensch fürchtet immer wieder, dass, wenn der Geist etwas nicht fassen oder erklären kann, es ins Chaos führen muss. So möchte der Mensch alles in Worte und Zahlen fassen und betrachtet es nicht in der Ganzheit des "Unendlichen".

Im Zen, im Tao und vielen anderen Religionen wird aber darauf hingewiesen, dass wir Bewusstsein erlangen sollen, aber auch lernen müssen dieses nicht zu beurteilen. Um in Einklang zu leben, muss der Mensch lernen, in Demut die Vorgänge mit all seinen Sinnen als das wahrzunehmen und zu verstehen, wie sie sind. Wie auch J.W. Geothes in “Faust I” (S. 34) oder viele andere Geistige und Philosophen wie Sokrates mit Demut wissen, dass man nichts weiß und nie wissen wird.

In Übereinstimmung damit sind wir aufgefordert, in Hingabe den Augenblick so zu leben, wie er ist. Und wenn du dabei weinen willst, so weine, und wenn du dabei lachen willst, so lache. Lass die Ohren hören, was sie hören wollen. Lass die Augen sehen, was sie sehen wollen, lass den Geist denken, was er denken will. Es hat auch keinen Sinn, den Strom der Gedanken zu unterdrücken. Wenn der Geist denken will, dann lasse diesen dies tun, hören zu aber halte  nicht fest und/oder bewerte es. Lasse den Körper in seinem eigenen Rhythmus leben, und erwarte kein bestimmtes Ergebnis. Denn wo kann es in diesem Zustand ohne Worte, ohne Werte, ohne Vorstellungen eine Vergangenheit und eine Zukunft geben?

Mit dieser Betrachtung  lernen wir in der ZEN-Meditation den Atem oder irgendeine andere Tätigkeit im Augenblick zu beobachten und andere Gedanken oder Werte ziehen zu lassen.

Menschen, welche die Ruhe und Stille der Zenklausen aufsuchen, lernen, sich selbst zu finden, ihrem Weg zu vertrauen, diesen anzunehmen und die eigene individuelle Verbundenheit mit dem Sein zu erkennen und zu verfolgen.
​
Denn wenn ich mich selbst mit allen meinen Sinnen in der Einheit erkenne, liebe und widme, dann kann ich auch anderen Lebewesen mit mehr Kraft dienen und helfen. Denn unser “Selbst” ist untrennbar mit der Unendlichkeit und wir haben keinen anderen Ort, den wir mit allen unseren Sinnen in diesem Moment genießen und leben sollten.

​© Markus Wilsing

Kontakt
Impressum
Datenschutz
AGB
FAQ
Zenklausen Logo
copyright © ZENKLAUSEN
ZENKLAUSEN in der Eifel, Huffelsheck 1,
​54619 Leidenborn, Germany
Tel.: +49 (0)6559 - 9006351
 copyright © ZENKLAUSEN
Web-design:
Markus Wilsing,
​Alexander Arda Wilsing​
Sprachen: Englisch ​
  • Startseite
  • Anlage
  • Angebote
    • Jahreskalender
    • Individuelle Einkehrtage >
      • Individuelle Einkehr
      • Langzeit - Retreat
      • Samu - Retreat
      • Tagesablauf
    • Seminare >
      • Einführung ZEN-Einkehr
      • Sorge Dich nicht
      • Fastnacht in Stille
      • Ankommen in der Stille
      • Ostern in Stille
      • Digital Detox
      • Zeit für Dich
      • ZEN & Zukunfts-Ich
      • Schweige-Retreat
      • Einfach Hier & Jetzt
      • Mut zur Entscheidung
      • Jahreswechsel
    • Coaching Programme >
      • Personal Coaching
      • 1:1 Online Gespräch
    • Gutschein schenken
    • Einkehr für Gruppen
    • Einkehr für Führungskräfte
    • Stille Pass
    • Aufenthalt & Unterkunft
    • Meditationsartikel
    • ZEN - Preise
  • Buchen / Anfragen
    • Einkehr Buchen
    • Seminar Buchen
    • Coaching Buchen
    • 1:1 Online Buchen
  • Zen Gedanken
    • Zen - Impulse >
      • Zen & Leben
      • Zen & Praxis
      • Zen & Gesellschaft
      • Bücher & Meister
    • Zitate & Gedichte
    • Zenverlag
    • Zeitschriften
    • NL- Bücher
    • Bestellformular
    • Empfehlungen
  • Kontakt
  • Infos
    • Über uns
    • Leitfäden
    • FAQ
    • Fördern
    • Anreise
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Allgemeine Bedingungen
    • Versandkosten
    • Links, Vorschläge, Empfehlungen
    • Englisch