
Der Weg zum Einklang
Wenn man ZEN studiert und praktiziert, muss man unter allen Umständen vermeiden, Tönen zu folgen und sich an Formen zu klammern.
Dieser lebensverändernde Weg der Erkenntnis und spirituellen Praxis führt den Suchenden zu einer tiefgreifenden inneren Stille, in der die Essenz des Seins erkannt wird. Jenseits der konventionellen Konzepte und festgefahrenen Strukturen öffnet sich eine unendliche Weite des Bewusstseins, in der die Wahrheit in ihrer reinen Einfachheit und Schönheit erstrahlt. In dieser ungebundenen Offenheit verschmelzen Vergangenheit und Zukunft zu einem zeitlosen Moment, in dem unendliches Wissen im "Hier" und "Jetzt" erfahren wird. Ein wahrer Zen-Praktizierender lernt, den Geist zu beruhigen, um die Klarheit des Geistes zu erlangen, und entwickelt die Fähigkeit, alle Erfahrungen mit Gleichmut zu empfangen. Mit jedem Schritt auf diesem Weg der Selbsterkenntnis wächst die Erkenntnis, dass die Wahrheit nicht in Worten oder Dogmen gefangen werden kann, sondern in der direkten Erfahrung des unmittelbaren Augenblicks liegt. So führt die ZEN-Praxis den Suchenden nicht nur zur Erleuchtung, sondern auch zu einem erfüllten und achtsamen Leben im Einklang mit sich selbst und der Welt um sie herum.
Die Praxis des ZEN lehrt somit, dass das Festhalten an festgefahrenen Meinungen und Vorstellungen eine Quelle von Leiden und Unruhe ist. Indem man sich von den Fesseln begrenzender Glaubenssätze befreit, eröffnet sich ein grenzenloser Raum für persönliches Wachstum und spirituelle Entwicklung. Das Loslassen von jeglichen Formen und Konzepten erlaubt es, den Geist zu klären und eine klare Wahrnehmung zu entwickeln.
Die Schönheit des ZEN liegt in seiner Schlichtheit und Praktikabilität im täglichen Leben. Es ermutigt dazu, Achtsamkeit und Bewusstheit in jede Handlung und jeden Moment zu integrieren. Die Zen-Praktizierenden lernen, mit offenen Sinnen und einem unvoreingenommenen Geist zu leben, so dass sie jeden Moment vollständig erfassen können, ohne von der Vergangenheit oder Zukunft abgelenkt zu werden.
Durch die Disziplin des ZEN werden Geduld, Ausdauer und Gelassenheit entwickelt. Es ist kein einfacher Weg, aber einer, der zu einem tiefen inneren Frieden führt, der unabhängig von äußeren Umständen bleibt. Es ist wie das Entdecken eines verborgenen Schatzes innerhalb des eigenen Herzens.
In der ZEN-Praxis werden Worte oft überflüssig, denn die wahre Erkenntnis liegt jenseits der Sprache. Es geht um die unmittelbare Erfahrung des Seins, die nicht durch Konzepte oder Dogmen eingeschränkt wird. Es ist ein Prozess des Erwachens zu einem höheren Bewusstseinszustand, in dem die Dualität verschwindet und Einheit erfahren wird.
So wird das Studium und die Praxis des ZEN zu einer lebenslangen Entdeckungsreise, die tiefgreifende Transformation und spirituelle Erleuchtung ermöglicht. Es ist ein Weg der inneren Freiheit, der den Menschen dazu befähigt, das volle Potenzial des menschlichen Seins zu entfalten und in Einklang mit dem größeren Ganzen zu leben.
© Markus Wilsing

Meditation und Gesundheit
Alzheimer und Demenz sind laut einer französischen Studie nicht heilbar, aber mit einfachen Maßnahmen vermeidbar. Dazu untersuchten die Forscher, ob das Erlernen einer Fremdsprache und Meditieren in dieser Hinsicht besser sind. Dafür beobachteten sie 18 Monate lang 137 Männer und Frauen ab 65 Jahren, die zum Zeitpunkt der Studie nicht an Demenz litten. Außerdem haben sie alle Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe absolvierte regelmäßig Englischkurse, die zweite Gruppe meditierte täglich 20 Minuten lang und die dritte Gruppe lebte als Kontrollgruppe weiter. Am Ende der Studie schnitten die „Meditierenden“ deutlich besser ab, gefolgt von einer Gruppe „Fremdsprecher“. „Meditation war dem nichtmuttersprachlichen Training überlegen“ (Dr. Gael Stella, Universität Caen-Normandie*). Die Studien zeigt, dass bereits 20 Minuten Meditation pro Tag das Selbstbewusstsein verbessern, die Wachsamkeit erhöhen und auch sozial-emotionale Fähigkeiten wie Empathie und Konfliktlösung entwickeln können. Die Forscher erklärten, dass je wichtiger ein Faktor ist, desto unwahrscheinlicher ist es, an Alzheimer zu erkranken. Auch frühere Untersuchungen haben bewiesen, dass das tägliche Praktizieren von Meditation nicht nur hilft, sich besser zu konzentrieren, sondern auch Stress und Angst reduziert und die Gesundheit verbessert. Die vollständigen Ergebnisse dieser Studie wurden in der Zeitschrift "Jama Neurology" veröffentlicht.
*Chételat, G., Lutz, A., Klimecki, O. et al. (2022): Effect of an 18-Month Meditation Training on Regional Brain Volume and Perfusion in Older Adults: The Age-Well Randomized Clinical Trial, JAMA Neurology.
© Markus Wilsing
