Krisen-Hilfe: Innere Stärke und Selbstliebe entdecken

Zen für Krisenzeiten (Entscheidungen)

Wenn wir das Wort “Krise” hören, denken wir oft an negative und schwierige Lebensphasen oder Situationen. Dabei stammt das Wort "Krise" vom griechischen Substantiv "κρίσις krísis" - und bedeutet ursprünglich "Meinung", "Urteil", "Entscheidung". Das altgriechische Verb “krínein” bedeutet „trennen“ und „(unter-)scheiden“. Auf dasselbe Verb geht auch das Substantiv „Kritik“ zurück. Eine (Lebens-)Krise ist somit nichts "Negatives", sondern ein längst überfälliger Moment im Leben, der uns herausfordert, unsere Meinung(en), Standpunkte, Sicht- und Verhaltensweisen neu zu bewerten und zu gestalten. So gesehen kann eine Krise ein wunderbarer und kreativer Moment im Leben sein, um “Altes” loszulassen und “Neues” zuzulassen. Eine Zeit, die uns zur individuellen Einkehr einlädt und welche von uns Ruhe, Stille und Besinnung verlangt. Hier lernen wir zu schweigen, nachzudenken, loszulassen, uns selbst zu lieben und zu wachsen. Dies ist eine wichtige Lebensphase, die wir produktiv nutzen müssen und sollten. Denn das Leben besteht und entsteht in seiner anpassungsfähigen Vielfalt, fortschreitenden Entwicklungen und Evolutionen, in der jeder individuelle Augenblick in sich einzigartig ist. Nur wer sich dieser Entwicklung und Evolution anpassen kann, lebt den Geist des Seins.

"Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt." - Buddhistische Weisheit

© Markus Wilsing

 

Die innere Quelle der Kraft und Ruhe

​Es gibt einen “Welt”, die kein irdischer Mensch mit uns besuchen kann. Diese Welt betreten wir, wenn wir die Augen schließen, tief einatmen und alle Sinne und Gedanken auf das innere Sein konzentrieren. Schon viele Meister, Gelehrte und Philosophen haben dies Welt beschrieben. Ein Mensch kann in seiner physischen Freiheit einschränken werden, aber in seiner inneren Welt wird dieser immer frei und alleine sein. Eine Welt, die keine andere betreten, gestalten oder erobern kann. Mit dieser Welt werden wir alleine geboren und mit dieser verlassen wir diese irdische Welt wieder. Wir können versuchen, von dieser Welt zu erzählen. Nur das jene Worte diesen niemals wirklich beschreiben können. Aber ohne diese Welt könnten wir auch nicht leben, denn diese Welt ist auch die Quelle all unseres Seins. Wir müssen lernen, diesen inneren Raum zu lieben, darin zu leben und nach unseren Wünschen zu gestalten. Damit diese innere Reise eine individuelle Einkehr der Freude wird, welche uns auch viel Kraft, Ruhe und Mut für das “reale” Leben und einen Weg in die unendliche Schönheit und Vielfalt des Lebens geben kann.

© Markus Wilsing​
 

 


 

Wer bin Ich?

Die Zen-Philosophie lehrt uns, dass wahre Führung und Liebe für andere aus der Fähigkeit erwächst, zuerst zu lernen sich selbst zu führen und zu lieben. Denn in der Tiefe unseres Seins liegt eine unerschöpfliche Quelle der Weisheit und des Mitgefühls, die darauf wartet, entdeckt zu werden. Doch oft sind wir so damit beschäftigt, andere zu führen, zu begleiten und/oder zu lieben, dass wir das Wichtigste übersehen: uns SELBST!

Erst wenn wir uns selbst führen, erkennen und lieben gelernt haben, können wir auch anderen auf ihrem Weg erfüllter helfen und begleiten. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir uns Zeit für unsere eigene innere Ruhe und Stille nehmen. Besonders in diesen Momenten der inneren Einkehr können wir das Flüstern unserer eigenen Seele hören, welches uns behutsam zu unserer wahren Natur begleiten kann.

In dieser Hinsicht betont die Zen-Lehren die Bedeutung von Meditation und Innehalten als Mittel, um das wahre Selbst zu erkunden. Durch Praktiken wie Meditation, Achtsamkeit und innere Einkehr verbinden wir uns mit der grenzenlosen Weisheit, welche in uns ruht, und mit welcher wir ein tiefes Verständnis unserer eigenen Natur entwickeln können. Mit diesem Wissen ist es uns dann möglich, nicht nur uns selbst anzunehmen, sondern auch anderen mit Mitgefühl und Weisheit besser zu dienen.

Indem wir uns also Zeit für unsere eigene innere Ruhe nehmen, können wir lernen, aus unserer inneren Stärke und Gelassenheit heraus zu handeln, anstatt uns von äußeren Umständen, Personen oder Emotionen leiten zu lassen. Mit dieser Erkenntnis können wir dann ein erfüllteres Leben im Einklang mit unserer wahren Natur führen und andere dazu inspirieren, ihrem eigenen inneren Ruf zu folgen.

© Markus Wilsing​
 

 


 

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