Über uns

Seit über 34 Jahre
Die Gründerinnen der Zenklausen
Minh Adelheid (1939–2019) und Minh Judith (1937–2020) gründeten 1992 mit großer Leidenschaft die heutigen Zenklausen – ein überkonfessionelles Laienkloster und Retreatzentrum im Hohen Venn in der Eifel.
Bereits seit Anfang der 1970er-Jahre gingen beide den Zen-Weg und lernten und praktizierten bei verschiedenen Zen-Meisterinnen und Zen-Meistern. Nach vielen Jahren gemeinsamer Praxis war 1992 für sie die Zeit gekommen, ihren eigenen Weg frei und unabhängig weiterzugehen.
Aus dieser Entscheidung entstand ihre Vision eines Ortes, an dem Menschen unabhängig von Religion und Konfession Zen praktizieren, Stille erfahren und sich für eine Zeit aus dem Alltag zurückziehen können.
In den folgenden Jahrzehnten begleiteten Minh Adelheid und Minh Judith zahlreiche Menschen auf ihrem Weg zu Meditation, innerer Ruhe und spiritueller Muße. Sie hielten öffentliche Vorträge und brachten ihre Gedanken und Erfahrungen in Büchern, Schriften, Gedichten und Zeichnungen zum Ausdruck.
Zu ihren bekannten Veröffentlichungen gehören „Zen für jeden Tag“ und „Die Leichtigkeit des Zen“, die auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Weitere Werke und Schriften der beiden Gründerinnen finden Sie in unserem Zenverlag.
Aus ihrer Leidenschaft und ihren Leitgedanken entwickelte sich über die Jahre die besondere Atmosphäre der Zenklausen – eine Oase der Stille und Muße, geschaffen für persönlichen Rückzug, Meditation und die bewusste Begegnung mit sich selbst.
Ihr Vermächtnis
Nach dem Tod der beiden Gründerinnen haben es sich die Erben und das Team der Zenklausen zur Aufgabe gemacht, diesen besonderen Ort und die damit verbundenen Werte und Ideen in ihrem Sinne zu bewahren und weiterzuführen.
So sollen die Zenklausen auch in Zukunft ein Ort bleiben, an dem Menschen Abstand vom Alltag gewinnen und Ruhe, Stille und Muße erfahren können.
Wenn auch Ihnen die Zenklausen am Herzen liegen und Sie zu ihrem Erhalt beitragen möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Unterstützung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.
Weitere Informationen zu finanzieller Unterstützung finden Sie unter „Unterstützung & Fördern“.

Mienh Adelheid
Adelheid Maria Meutes-Wilsing (1939–2019), geborene Meutes, wurde in Rommersheim in Deutschland geboren. Während eines fünfjährigen Aufenthalts in Italien kam sie durch den Jesuitenpater Hugo Enomiya-Lassalle erstmals mit Zen in Berührung.
Sie war Mutter, Großmutter und Lehrerin und studierte Sinologie und Theologie. Ihren Zen-Weg vertiefte sie über viele Jahre und praktizierte unter anderem bei Pater Hugo Enomiya-Lassalle, Parbhasa Dharma Roshi und Thich Nhat Hanh.
Im Zenzentrum Theresiahoeve in den Niederlanden lernte sie Minh Judith kennen. Aus ihrer gemeinsamen Zen-Praxis und ihrer Vision eines unabhängigen Ortes für Stille und Einkehr entstanden schließlich die Zenklausen, die beide 1992 gemeinsam gründeten.
Mit Mut, Weitsicht und ihrer langjährigen Erfahrung prägte Minh Adelheid gemeinsam mit Minh Judith die Entwicklung der Zenklausen und das besondere Konzept des überkonfessionellen Laienklosters.
Ihre Gedanken und Erfahrungen mit Zen hielt sie auch schriftlich fest. Sie veröffentlichte Beiträge in der vom Zenverlag der Zenklausen herausgegebenen Zeitschrift „ZEN“ sowie verschiedene Bücher und Schriften. Zu ihren bekanntesten Werken gehören „Zen für jeden Tag“ und „Die Leichtigkeit des Zen“.
Ihr Wirken und ihr Verständnis von Zen prägen die Zenklausen bis heute.
Judith Willemina Bossert (1937–2020) wurde in Utrecht in den Niederlanden geboren. Von 1962 bis 1977 gehörte sie dem Orden der Dominikanerinnen an. 1972 kam sie erstmals mit Zen in Berührung und gründete später mit der Theresiahoeve eines der ersten Zen-Zentren in den Niederlanden.
1980 rief sie die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „ZEN“ ins Leben, die von 1988 bis 2014 auch in deutscher Sprache veröffentlicht wurde. Ihre Gedanken und Erfahrungen brachte sie nicht nur in ihren Schriften zum Ausdruck, sondern auch in zahlreichen Zeichnungen und Gedichten.
Minh Judith praktizierte über viele Jahre intensiv Zen bei verschiedenen Lehrern, insbesondere bei Thich Nhat Hanh und Parbhasa Dharma Roshi.
1988 zog sie in die Eifel nach Deutschland. Gemeinsam mit Minh Adelheid verwirklichte sie schließlich die Vision eines Ortes für Zen, Stille und persönliche Einkehr. 1992 gründeten sie gemeinsam die Zenklausen.
Mit ihrer spirituellen Erfahrung, ihrer Kreativität und ihrem Verständnis des Zen prägte Minh Judith die Entwicklung und den besonderen Charakter der Zenklausen über viele Jahre hinweg. Ihr Wirken ist bis heute ein wesentlicher Teil dieses Ortes.
Mienh Judith

Markus Wilsing
Markus Wilsing verbindet in seinem Leben und Wirken Architektur, Gestaltung, persönliche Begleitung und Zen-Praxis. Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt und arbeitet er international und lehrt als Professor in den Bereichen Architektur, Design und Persönlichkeitsentwicklung.
Nach dem Abitur in Deutschland studierte er Architektur an der Universität Florenz in Italien. In seiner Arbeit beschäftigt ihn insbesondere die Verbindung westlicher und östlicher Denk- und Lebensweisen – und die Frage, wie Räume, Menschen und Lebenswege bewusst gestaltet werden können. Diese Auseinandersetzung prägt seine Lehrtätigkeit ebenso wie seine wissenschaftlichen Arbeiten, Publikationen und architektonischen Projekte.
Bereits seit seiner Jugend beschäftigt er sich intensiv mit Meditation und fernöstlicher Kultur. Über 15 Jahre widmete er sich zudem dem Studium und der Praxis verschiedener Kampfkünste. Seine Erfahrungen mit Zen vertiefte er insbesondere bei den Zen-Meisterinnen Minh Adelheid und Minh Judith.
Die Zenklausen begleiten seinen Weg seit ihrer Gründung im Jahr 1992. Ihre Entwicklung und Gestaltung hat er über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt. Heute setzt er sich dafür ein, den besonderen Charakter dieses Ortes und die damit verbundenen Werte zu bewahren und zugleich behutsam weiterzuentwickeln.
Markus Wilsing ist verheiratet und Vater eines Sohnes.
